Maastricht

Einen Überblick von meinem Geburtsort

Maastricht bis ins 20. Jahrhundert (und auf Französisch bis heute) auch Maestricht (in den meisten Limburgischen Dialekten Meschtreech, aber im Maastrichter Dialekt Mestreech, ist die Hauptstadt der niederländischen Provinz Limburg und eine der ältesten Städte der Niederlande. Maastricht liegt im äußersten Südosten der Niederlande zwischen Belgien und Deutschland, an beiden Seiten der Maas. Der Name der Stadt ist aus dem lateinischen Traiectum ad Mosam und Mosae Traiectum („Maasübergang“) überliefert, welcher auf die Brücke zurückgeht, die unter Augustus von den Römern errichtet wurde. Das Stadtwappen zeigt einen silbernen, fünfzackigen Stern auf rotem Grund mit einer goldenen Krone gekrönt und von einer Engelsgestalt im blauen Gewand gehalten.
Maastricht ist ein populärer Ort für Bildung, Kultur, Erholung und Shopping. Die Stadt kandidiert für den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2018. Die Universitätsstadt weist einen großen Anteil internationaler Studenten auf.

Geschichte

Bereits etwa 500 v. Chr. gab es eine keltische Ansiedlung an einer durchwatbaren Stelle der Maas. Untermauert wurde dies durch einen in den Niederlanden einmaligen Münzfund aus dem ersten Jahrhundert vor Christus . Damit zählt Maastricht zu den drei ältesten Städten der Niederlande.
Die zur Herrschaftszeit des Kaisers Augustus errichtete Brücke bildete die Ausgangsbasis für eine erste römische Handelsniederlassung. Später, im 3. Jahrhundert, wurde die Niederlassung zu einem Kastell ausgebaut. Die Überfälle durch Germanenstämme waren wahrscheinlich auch der Grund, der den Bischof von Tongern, Servatius, dazu bewog, seinen Bischofssitz nach Maastricht zu verlegen. Dort – in der Sicherheit des befestigten Kastells – gründete er eine christliche Gemeinschaft. Servatius ist immer noch der Schutzpatron der überwiegend von Katholiken bewohnten Stadt.
Die christliche Diözese verlor die Stadt im 8. Jahrhundert an die nahegelegene Stadt Lüttich. Maastricht entwickelte sich im Mittelalter zu einer Stadt unter Doppelherrschaft, die sich der Bischof von Lüttich und der Herzog von Brabant teilten, der die Stadt 1202 zum Lehen bekam. Die Rechte beider wurden in der Alde Caerte festgelegt.
Im 13. Jahrhundert wurde die erste Stadtumwallung (1229-1300) errichtet, nachdem Herzog Heinrich I. von Brabant, genannt „der Mutige“, Maastricht das Stadtrecht verliehen hatte. In der Zeit wurde auch die 160 m lange Sankt-Servatius-Brücke (Sint Servaasbrug) gebaut (Fertigstellung 1280), die damals der nördlichste Übergang über die Maas war und Maastricht mit dem rechtsseitigen Stadtteil Wyck verband. Die Brücke ist immer noch vorhanden, wurde allerdings 1932 verbreitert, und 1940 sowie 1944 bei Kämpfen im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt.
Weitere Stadterweiterungen, verbunden mit dem Bau neuer Tore und Stadtmauersegmente, erfolgten um 1350 hauptsächlich im Norden und Westen und um 1516 im Süden.
Seit 1632 wurde die Rolle der Herzöge von den niederländischen Generalstaaten übernommen, nachdem Friedrich Heinrich die Stadt von den Spaniern befreit hatte. Die Dualität blieb, bis die Eroberung und Annexion durch die Franzosen diesem Zustand 1794 ein Ende setzte.
Nach der Übernahme wurde die Festung Maastricht auf Kosten der Generalstaaten modernisiert. Unter Leitung des Baumeisters Dumoulin entstand die sogenannte Linie von Dumoulin.
Während des Französisch-Niederländischen Krieges (1672-1679) im Zuge der Belagerung der Stadt durch Ludwig XIV. fiel am 25. Juni 1673 um die Mittagszeit der Musketier des Königs Charles d’Artagnan de Batz-Castelmore bzw. D’Artagnan vor der Stadtmauer in der Nähe des Tongerner Tores (Tongersepoort) im Südwesten der Stadt (Jekerviertel) infolge eines Musketenschusses in die Kehle. Im Jahr 2003 wurde an dieser Stelle ein Denkmal errichtet. Dieser Stadtteil – das Jekerquartier, benannt nach dem Maaszufluß Jeker, der ein eigenes „Wassertor“ (Waterpoort „De Reek“) als Passage durch die Stadtmauer hatte – wurde im Zuge der Einnahme durch die Franzosen völlig zerstört und musste neu erbaut werden. Um dieses in der Zukunft zu verhindern, wurde 1701/1702 das Fort Sint Pieter auf dem Sint Pietersberg gebaut.
Nach der Napoleonischen Zeit wurde Maastricht im Jahr 1815 Teil des Vereinigten Königreichs der Niederlande. Als sich 1830 die südlichen Provinzen des Landes vom Norden unabhängig erklärten und den Staat Belgien gründeten, hielt die Garnison in Maastricht loyal zum niederländischen König Wilhelm I. und wurde 1839 mit dem östlichen Teil des Herzogtums Limburg trotz der Nähe zu Belgien endgültig niederländisch. Wegen seiner Randlage innerhalb der heutigen Niederlande war und ist Maastricht jedoch eher auf Belgien und Deutschland ausgerichtet als auf den Rest der Niederlande, was der Stadt einen wenig niederländisch wirkenden Charakter verleiht. Auch die 1976 gegründete Universität Maastricht gibt sich ein betont internationales Profil und hat in einigen Studiengängen zu mehr als der Hälfte ausländische – zumeist deutsche – Studenten.
1992 wurde im „Gouvernement“, dem Sitz der Provinzialregierung von Limburg, der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, der zur Gründung der Europäischen Union führte. Dieser Vertrag trat im November 1993 in Kraft.
Maastricht ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts Zentrum der Keramikindustrie der Niederlande. Ein riesiges Industriegelände an der Maas nahe dem Stadtkern (Céramique) wurde in den 1980er Jahren von den Keramikwerken geräumt und ist jetzt ein vornehmes Wohnviertel.

Kultur

Maastricht ist, zum Teil dank einer Theaterhochschule, Kunsthochschule, einem Konservatorium und den daraus resultierenden Einrichtungen, ein kulturelles Zentrum von überregionaler Bedeutung.
Die Stadt besitzt mehrere Theater wie „Het Theater aan het Vrijthof“ und das Derlontheater. Das Limburgs Symfonie Orkest ist das offizielle klassische Orchester der niederländischen Provinz Limburg. Zudem gibt es eine professionelle Operngesellschaft „Opera Zuid“

Neben die Professionelle Orchester gibt es in diese Musikalen Stadt noch duzende Laien-Orchester und Chöre:

 

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